07. Dezember 2020
Autor: Jonas Blöhbaum
Tags: Sicherheit

Erfolgreich IT-Sicherheit im Mittelstand etablieren – So schützen Sie Ihr Unternehmen vor Cyberkriminalität

Auch im produzierenden Gewerbe bietet die Digitalisierung große Chancen für kleine und mittlere Unternehmen durch die Entwicklung neuer vernetzter Technologien. Gleichzeitig steigt dadurch aber auch das Risiko der Bedrohung durch Cyberkriminalität. IT-Sicherheit im Mittelstand ist daher das A und O, um Ihr Unternehmen zu schützen. Wie Ihnen das gelingt, zeigen wir Ihnen in diesem Beitrag und unterstützen Sie bei Bedarf vor Ort oder Online bei uns im Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Darmstadt.

IT-Sicherheit im Mittelstand – Eine Einführung

Kleinen und mittleren Unternehmen bietet die Digitalisierung große Chancen zur Prozessoptimierung und Erschließung weiterer Märkte mit neuen Produkten. Aber nur die Unternehmen, die die IT-Sicherheit bei der Planung neuer Prozesse direkt mitdenken und IT-Sicherheitskonzepte entwickeln, können langfristig von der Digitalisierung profitieren.
Nicht alle kleinen und mittleren Unternehmen nehmen das Thema IT-Sicherheit ausreichend wahr. Oft besteht fälschlicherweise der Glaube, dass das eigene Unternehmen kein Angriffsziel für Hacker und Datendiebstahl sei. Sie unterschätzen dabei, dass genau die mangelnde IT-Sicherheit ein Grund dafür ist, dass mittelständische Unternehmen als leichte Beute gelten und Cyberkriminelle in gewisser Weise anlocken.

Große Unternehmen haben in den meisten Fällen eigene IT-Abteilungen, die sich mit IT-Sicherheitskonzepten beschäftigen. Im Mittelstand fehlen dafür allerdings die finanziellen und personellen Ressourcen. Durch die immer stärker werdende Vernetzung und Komplexität der Unternehmensprozesse und der Produktion steigt aber auch in mittelständischen Unternehmen der Bedarf an IT-Sicherheitskonzepten.
Uneinheitliche Betriebssysteme und Gerätetypen, vielfältige IT-Lösungen, unterschiedliche Komponenten von Servern, Routern und Netzwerken und die zunehmende Vernetzung kann mittelständische Unternehmen alleine schnell überfordern.

Oftmals sind mittelständische Unternehmen von der Digitalisierung ihrer Prozesse abgeschreckt, weil Sie Bedenken haben, dass sie nicht für eine ausreichende IT-Sicherheit sorgen können. Andere hingegen fühlen sich überfordert angesichts diesen großen Themenfelds – es fehlt an notwendigem Fachwissen und Unterstützung. Was erst einmal komplex und abschreckend klingt, lässt sich aber schnell in den Griff bekommen. IT-Sicherheit ist kein Hexenwerk.

Gemeinsam mit kleinen und mittleren Unternehmen arbeiten wir vom Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer SIT an dem Thema Sicherheit und blicken bereits auf mehrere Erfolgsgeschichten zurück. Mit unseren Veranstaltungen und persönlichen Gesprächsmöglichkeiten unterstützen wir Sie auf Ihrem Weg zu einem digitalen Unternehmen. In vergangenen Veranstaltungen zu technischen IT-Sicherheitsmaßnahmen, zur IT-Sicherheit im Homeoffice sowie im KI-Anwendungskontext oder zum Industrial Hacking konnten wir bereits vielen Unternehmen auf diesem Themengebiet weiterhelfen.

IT-Sicherheitsprobleme im Mittelstand

Die IT-Sicherheit ist ein komplexes Thema und stellt kleine und mittlere Unternehmen vor große Herausforderungen. Dabei ist es nicht das Problem, dass die Unternehmen keine Firewalls oder Lösungen zum Virenschutz haben, sondern die Maßnahmen nicht immer ausreichend sind.

Es lassen sich verschiedene Schwachstellen bezüglich der IT-Sicherheit beobachten:

In vielen Unternehmen mangelt es an einem umfassenden IT-Sicherheitskonzept. Es gibt zwar Schutzprogramme und -systeme, aber diese sind unzureichend oder haben ein zu geringes Schutzniveau. Es fehlt an Aktualisierungen der Sicherheitskonzepte, an regelmäßigen Tests der eingerichteten Schutzmaßnahmen und an detaillierten Notfallplänen, die im Falle eines Cyberangriffs und Datendiebstahls greifen.

Oft wird zudem die Gefahr übersehen, die von mobilen Endgeräten ausgeht. Geschäftlich genutzte Smartphones sind zwar regelmäßig in Gebrauch, werden aber in großen Teilen nicht geschützt und nicht in das Sicherheitskonzept integriert. Sie bilden damit eine Schwachstelle und bieten die Möglichkeit des Zugriffs auf sensible Daten.

Die Authentifizierung ist ebenfalls eine Schwachstelle. Viele Unternehmen nutzen ausschließlich eine Ein-Faktor-Authentifizierung. Dabei handelt es sich um einen Prozess, der den Zugriff auf ein bestimmtes System regelt. Bei nur einem Faktor muss nur eine Art von Anmeldedaten eingegeben werden, um Zugriff auf das System zu erlangen. Die bekannteste Form der Ein-Faktor-Authentifizierung ist die Eingabe eines Passworts. Eine solche Authentifizierung ermöglicht Hackern leichte Zugriffe auf IT-Systeme und damit auch auf sensible Firmen- und Kundendaten. Die Möglichkeit einer Implementierung mehrstufiger Verschlüsselungsverfahren und die Verschlüsslung von Daten im Allgemeinen sind mittelständischen Unternehmen oftmals unbekannt.

Die Sensibilisierung für das Thema IT-Sicherheit muss grundsätzlich alle Mitarbeitenden betreffen. Dazu sollten sie aktiv in ein IT-Sicherheitskonzept eingebunden und ausreichend geschult werden.
Mit zahlreichen und wechselnden Veranstaltungen zum Thema IT-Sicherheit bietet das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Darmstadt Weiterbildungsmöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen an. Damit ist es unser Ziel, mittelständische Unternehmen zu unterstützen und ihnen bei dem komplexen Thema der IT-Sicherheit zur Seite zu stehen.

Grundlegende Maßnahmen der IT-Sicherheit in mittelständischen Unternehmen

IT-Sicherheit ist keine Mammutaufgabe, der kleine und mittlere Unternehmen nicht gewachsen sind. Es helfen bereits zahlreiche kleinere Maßnahmen dabei, die eigene IT-Sicherheit zu stärken:

Passwortdiebstahl vorbeugen

Um die Daten und Prozesse der Firma nicht zu gefährden, gilt es, den Diebstahl von Passwörtern so gut es geht zu verhindern. Es ist sinnvoll, starke Passwörter zu verwenden und diese regelmäßig zu wechseln. Außerdem sollten nie die gleichen Passwörter für verschiedene Konten oder Geräte verwendet werden. Zudem sollten Konten nicht gemeinsam genutzt und Passwörter miteinander geteilt werden.

Geräteverlust verhindern

Im besten Fall wird der Verlust von Geräten, auf denen Firmen- und Kundendaten gespeichert sind, vermieden. Dennoch kann es nicht immer verhindert werden. Legen Sie Richtlinien fest, welche Daten auf firmeneigenen Geräten gespeichert werden sollen, um im Fall des Verlusts den Schaden so gering wie möglich zu halten.
Außerdem ergibt es Sinn, auf eine Datenverschlüsselung zu achten und eine Zwei-Faktor-Authentifizierung einzurichten, um Geräte zu schützen. Zudem ist es hilfreich, sämtliche IT-Ausstattung so einzurichten, dass im Verlustfall sämtliche Daten des Geräts aus der Ferne gelöscht werden können, um Datendiebstahl zu verhindern.

Manipulationsversuche vorbeugen

Die Datensicherheit beginnt schon bei den Mitarbeitern. Schulen Sie Ihre Beschäftigten und erweitern Sie ihr Bewusstsein für IT-Sicherheit. Formulieren Sie Richtlinien, die Sie ihnen zur Verfügung stellen können.
Eine weitverbreitete Angriffsmethode auf die IT-Sicherheit einer Firma ist das Social Engineering. Dabei versuchen Cyberkriminelle durch Manipulation von Personen an sensible Unternehmensdaten zu kommen. Daher ist es wichtig, Mitarbeiter vor unbekannten Links, Anhängen und Downloads, beispielsweise in Mails, zu warnen.

Virenschutz

Der Virenschutz ist für jedes Unternehmen unerlässlich. Verschiedene Unternehmen haben diesbezüglich unterschiedliche Anforderungen an eine Virenschutzsoftware. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Software sich immer auf dem aktuellen Stand befindet und aktiv ist. Die Aktivierung automatischer Softwareupdates kann dabei eine Unterstützung sein.

Wir haben hier nur einige Maßnahmen aufgezählt, die beachtet werden sollten. Gern beraten wir Sie auch individuell bei Ihrem Digitalisierungsprojekt.

IT-Sicherheit selbst umsetzen oder mit externer Hilfe?

In jedem Unternehmen stellt sich früher oder später die Frage, ob man sich selbst um die IT-Sicherheit kümmern möchte, oder sich externe Hilfe holt. Was da Beste ist, lässt sich nicht allgemein beantworten.

Natürlich kann jede Führungskraft sich ein umfassendes IT-Wissen aneignen und selbst für einen ausreichenden Schutz ihrer IT-Systeme sorgen. Eine solche Weiterbildung kann beispielsweise durch unsere Veranstaltungen oder im direkten Gespräch unterstützt werden. Wer aber nicht die Zeit investieren möchte oder sich nicht dazu in der Lage fühlt, eigenständig die IT-Sicherheit seines Unternehmens zu gewährleisten, kann externe Hilfe in Anspruch nehmen. Fakt ist, dass IT-Sicherheitssysteme dauerhaft eine regelmäßige Pflege benötigen.

Viele Unternehmen greifen auf externe Dienstleister zurück, um die IT-Sicherheit in professionelle Hände zu geben. Wenn Sie sich selbst mit dem Thema beschäftigen möchten, können wir vom Mittelstand 4.0-Konpetenzzentrum den Ausbau Ihrer Fähigkeiten begleiten.

Eigene Kompetenzen fördern mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Darmstadt und dem Fraunhofer SIT

Mit der IT-Sicherheit Ihres Unternehmens stehen Sie nicht allein da. Unser Konsortialpartner, das Fraunhofer-Institut SIT, unterstützt Unternehmen regelmäßig in Bezug auf die IT-Sicherheit mit wechselnden Veranstaltungen.

In der Vergangenheit gab es bereits Veranstaltungen zu Industrial Hacking, IT-Sicherheit im Homeoffice, Technischen IT-Sicherheitsmaßnahmen oder zu IT-Sicherheit im KI-Anwendungskontext. Im neuen Jahr wird es eine weitere Veranstaltung zum Thema Recht der IT-Sicherheit geben.

Sie sehen, dass Sie mit der Herausforderung der IT-Sicherheit für Ihr Unternehmen, nicht allein dastehen. Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Darmstadt steht Ihnen gerne zur Seite. Neben den laufenden Veranstaltungen können Sie zudem Fragen im direkten Gespräch klären, indem Sie einen Termin für ein individuelles Fachgespräch vereinbaren. In diesem Gespräch werden Sie individuell unterstützt und erhalten Antworten auf Ihre Fragen.

 

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