12. Juni 2017
Autor: Katharina Rönick
Tags: Energie, Arbeit, Ideen, Effizienz, Sicherheit

Digitalisierung (an)packen

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© PTW, TU Darmstadt

Das Schlagwort „Industrie 4.0“ ist in aller Munde, eine weitere Revolution, die die Unternehmen ein Schritt weiterbringen soll. Auch mittelständische Unternehmen möchten in diesem Bereich aktiv werden, um den Anschluss nicht zu verlieren und wettbewerbsfähig zu bleiben. Doch was bedeutet Industrie 4.0 eigentlich? Und welche Konsequenzen ergeben sich für das Unternehmen? Ein Blick in das Internet bringt weitere Schlagworte wie „cyberphysische Systeme“, „Internet der Dinge“, „smarte Fabriken“ und wirft neue Fragen auf: Was ist das nun wieder und brauche ich das für meine Firma? Fazit der Recherche: Abwarten und beobachten wie sich das Thema entwickelt.

Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Firmen das ein oder andere über Industrie 4.0 gehört haben, aber nicht wissen, wo und wie sie in dieses Thema einsteigen können. Doch schon kleine Schritte und Optimierungen können das Unternehmen in Richtung Industrie 4.0 führen. Denn der Grundgedanke von Industrie 4.0 ist die Digitalisierung und Vernetzung von Produkten und Prozessen. So hilft es z.B. schon, sich relevante Kennzahlen für Unternehmensbereiche zu überlegen und dies digital auf einem Tablet oder anderen Ausgabegeräten wie Smartboards anzuzeigen. Eine weitere Möglichkeit ist die Entwicklung von Applikationen, also kleinen Programmen, die den Arbeitsalltag in der Produktion oder am Schreibtisch erleichtern können. Dabei hilft der Transfer aus dem Alltag. Wo sehe ich im Unternehmen Verbesserungspotenzial und welche im alltäglichen Alltag genutzten technischen Dinge (z.B. Tablets, Smartwatches) und Applikationen bzw. Programmen auf Smartphone und Laptop könnten mir dabei helfen? Ein Beispiel: Die Applikation eines Warenhauses ermöglicht mir, schnell und einfach Produkte zu bestellen und liefern zu lassen. In der Produktion könnte eine ähnliche Applikation Bestellprozesse bei der Logistik bzw. im Lager auslösen und diese an die Arbeitsplätze transportieren. Es ergeben sich konkrete Lösungsvorschläge, die näher ausgearbeitet werden können und so Schritt für Schritt Industrie 4.0 - Komponenten im Unternehmen einführen.

Eine gute Möglichkeit, sich dem Thema Industrie 4.0 zu nähern und einen Einstieg für das mittelständische Unternehmen zu finden, sind die kostenlosen Angebote der „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren“, verteilt in ganz Deutschland. So bietet das „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Darmstadt“ für das Bundesland Hessen Einstiegsveranstaltungen, um sich prägnant und schnell einen Überblick über Digitalisierung und Vernetzung zu verschaffen. Individuelle Fachgespräche können für den Austausch konkreter Industrie 4.0-Themen der eigenen Firma genutzt werden. Die Teilnahme an Umsetzungsprojekten bietet die Möglichkeit, eigene Konzepte mithilfe von erfahrenen Kompetenzzentrumsmitarbeiterinnen und –mitarbeiter im Unternehmen einzuführen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter kompetenzzentrum-darmstadt.digital

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