24. Mai 2018
Autor: Christoph Bauerdick
Tags: Energie

Digital in eine glänzende Zukunft

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Mitte April 2018 fiel bei der Friedrich Binder GmbH in Mönsheim der Startschuss für ein neues Umsetzungsprojekt des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Darmstadt. Für die nächsten drei Monate werden sich hier zwei wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) an der TU Darmstadt gemeinsam mit den beiden Projektverantwortlichen des Unternehmens intensiv mit dem Thema Energie 4.0 auseinandersetzen. Als Kettenfertigungsbetrieb in der Schmuckbranche weist die Produktion der Friedrich Binder GmbH eine enorme Fertigungstiefe von der Schmelze über das Drahtziehen bis zur Veredelung auf.

Daher bestand die erste Aufgabe der Experten des PTW darin, sämtliche Anlagen zu sichten. Eine zentrale Herausforderung war hier das Alter der Bestandsanlagen: Teilweise finden sich an den Anlagen keine geeigneteb Schnittstellen, um Daten auszulesen. Die tatsächliche Auslastung und der damit verbundene Energieverbrauch konnte somit bisher lediglich von erfahrenen Werkern geschätzt werden. Durch den Einsatz von Öfen zum Schmelzen oder Weichglühen der Schmuckdrähte wird viel Abwärme erzeugt, die direkt in die Umgebung geleitet wird. Der großzügige Einsatz von Pneumatik - die teuerste Energieform - treibt die Energiekosten zusätzlich in die Höhe.

Um diese Prozesse effizienter und transparenter zu gestalten, ist der Einsatz entsprechender Sensorik und eine darauf aufbauende Datenauswertung unerlässlich. Die Experten des Kompetenzzentrums können die Friedrich Binder GmbH dabei von Grund auf in der Konzeptionierung und Umsetzung der Energiedatenerfassung und den damit verbundenen Energieeffizienzmaßnahmen unterstützen. Im Rahmen des neuen Umsetzungsprojekts mit dem Titel "Energieeffizienzpotenziale durch die Digitalisierung von Bestandsanlagen" sollen nun Energiedaten von ausgewählten Verbrauchern der Produktion erfasst und anschließend zur energetischen Optimierung genutzt werden. Das Projekt reicht von der Erstellung von Messkonzepten über die Auswahl der richtigen Sensorik bis hin zur Datenaufnahme und Visualisierung dieser. Zunächst müssen hierfür geeignete digitale Messkonzepte für die Bestandsanlagen  entwickelt werden.

Für die Friedrich Binder GmbH soll somit die Basis für eine langfristige, ganzheitliche Digitalisierung ihrer Produktion gelegt und damit die Anpassung der historisch gewachsenen Prozesse an aktuelle Standards ermöglicht werden.

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