14. Juni 2018
Autor: Tim Bartelsen
Tags: Effizienz, Arbeit

Kleinserien im großen Stil

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Die Jakob Maul GmbH in Bad König Zell im Odenwald ist seit mehr als 100 Jahren innovativer Hersteller von Nischenprodukten für den täglichen Bedarf im Büro. Dabei werden hochwertige Produkte wie z.B. Schreibtischleuchten, Whiteboards und Briefwaagen in Kleinserienfertigung erfolgreich an zwei Standorten mit 180 Mitarbeitern produziert. Exportiert werden die Artikel dann weltweit.

Durch stark schwankendes Bestellverhalten der Kunden und einem Mix aus Rohmaterial, Halbzeugen und Handelsware in der Wertschöpfung wird die Intralogistik zunehmend zum entscheidenden Erfolgsfaktor in der Wertschöpfungskette. Kurze Durchlaufzeiten von Bestellungen und Materialanlieferungen sind erfolgsentscheidend. Um auch die innerbetriebliche Logistik zukunftsfest zu machen und die Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern, sollen künftig die bestehenden Stammdatensysteme gezielter eingesetzt werden. In diesem Zug starte das Unternehmen nun ein Umsetzungsprojekt mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Darmstadt.

Im Rahmen dieses Projekts analysierten die Experten des Kompetenzzentrums zuerst die internen Logistikprozesse der Jakob Maul GmbH, um die möglichen Optimierungspotenziale durch eine zielgerichtete Digitalisierung offenzulegen. Mithilfe der Wertstromanalyse 4.0 wurden hierbei alle Prozess-, Material- und Informationsströme gleichermaßen erfasst. In Kombination mit den realen Leistungsdaten der Wertströme konnte so eine Strategie für den Umgang mit bisher nicht erhobenen Daten entwickelt und Handlungsempfehlungen für das künftige Wertstromdesign abgeleitet werden. Auch Engpässe und Verluste sind in den Prozessen künftig sichtbar.

Die gewonnene Transparenz im Logistikwertstrom ermöglicht es der Jakob Maul GmbH nun, zukünftige Investitionen in neue Technologien viel zielgerichteter zu tätigen und schafft bei allen Beteiligten ein deutlich besseres Verständnis für die Abgrenzung der erforderlichen Prozesse von Verschwendung. Auch Uwe Wolf als Leiter der Fertigung und Qualitätsbeauftragter ist vom diesem Schritt in Richtung Digitalisierung überzeugt: „Die Durchführung dieses Projektes hat uns entscheidende Erkenntnisse geliefert: Durch die Abbildung des Ist-Zustandes ist es uns möglich, Prozesse klar zu erkennen und zu verstehen. Verluste durch Verschwendung können identifiziert und eliminiert werden und wir können unsere Prioritäten auf die wesentlichen Aspekte in den Abläufen setzen.“

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