21. September 2018
Autor: Christoph Bauerdick
Tags: Effizienz

Digital in eine glänzende Zukunft III

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Das Umsetzungsprojekt "Energieeffizienzpotenziale durch die Digitalisierung von Bestandsanlagen" bei der Friedrich Binder GmbH hat nach dreimonatiger Bearbeitungszeit ein erfolg- und erkenntnisreiches Ende gefunden. Die Experten aus dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum konnten in diesem Projekt gemeinsam mit den Verantwortlichen des Unternehmens die alten Bestandsanlagen hinsichtlich ihres Digitalisierungsgrades aufpolieren und, nach erfolgreicher Auswertung der Messdaten, Simulationen erstellen und Effizienzpotenziale aufzeigen.

Durch die Aufnahme von Energiedaten durch die entsprechende Sensorik und deren weitere Auswertung konnten die Mitarbeitenden des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Energieeffizienzpotenziale aufdecken und das Unternehmen Friedrich Binder GmbH in der Umsetzung begleiten. Um später die Wirksamkeit der einzelnen Maßnahmen im energieeffizienten Zustand validieren zu können, ist es sinnvoll auch den Ausgangszustand einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Hier wurde im Laufe des Projektes die Leistungsaufnahme einzelner Anlagen über Messungen bestimmt. Es lohnt sich in jedem Fall, beim Energieversorger auch die Auswertung des fünfzehnminütigen Leistungsbedarfs des letzten Jahres anzufordern. Dies ist eine einfache Maßnahme, die für jedes Unternehmen erste Erkenntnisse zum eigenen Verbrauchsverhalten liefert. Die, vom Energieversorger aufgezeichneten, Daten geben Aufschluss über die ständig vorhandene Grundlast und den tatsächlichen Betrieb der gesamten Produktion. Bei einer jährlichen Auswertung dieser Informationen, kann die kontinuierliche Verbesserung im Unternehmen sichtbar gemacht werden. Durch die Auswertung der Leistungsdaten der verschiedenen Anlagen, konnten die Mitarbeitenden des Kompetenzzentrums bestimmen, wie der tatsächliche Energieverbrauch und die Auslastung aussehen und ob die Anlagen in ineffizienten Stand-by-Zuständen betrieben werden.

Basierend auf diesen Daten konnte beispielsweise eine Simulation für eine thermische Vernetzung von Ofen und Reinigungsanlage durchgeführt werden. Ohne auch nur einen Cent vorab investieren zu müssen, kann durch den Einsatz geeigneter Sensorik und die Aufnahme von Daten die Wirtschaftlichkeit einer solchen Abwärmenutzung geprüft werden. In einem weiteren Use-Case konnte über ein intelligentes Messstellenkonzept ermittelt werden, dass eine Ofendämmung deutliche Einsparungen im Bereich der Abwärmeverluste bringt und auf diese Weise weniger elektrisch nachgeheizt werden muss.

Offiziell ist das Umsetzungsprojekt mit Unterstützungd des Kompetenzzentrums beendet. Dennoch hat das Thema Digitalisierung für die Friedrich Binder GmbH gerade erst begonnen. In einer gemeinsam betreuten Masterarbeit werden die ausgewählten Umsetzungsszenarien weiterentwickelt und auch weitere Maßnahmen vor Ort umgesetzt. Die Friedrich Binder GmbH hat somit über das Umsetzungsprojekt mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum einen Einstieg in die Thematik Energie 4.0 gefunden und zeigt sich hochmotiviert, das Thema Digitalisierung langfristig im Unternehmen zu etablieren und somit "Energiefresser" dauerhaft "in Ketten zu legen".

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