12. August 2019
Autor: Benjamin Röhm
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Mit digitalem Datenmanagement zur papierlosen Produktion I

Umsetzungsprojekt mit der AWB Anlagen- und Werkzeugbau GmbH & Co. KG

Die AWB Anlagen- und Werkzeugbau GmbH & Co. KG bearbeitet seit mehr als 20 Jahren Bauteile aus schwerzerspanbaren Materialien für Industriekunden und im Bereich AWB Aviation für die Luft- und Raumfahrtindustrie. Beide Bereiche stellen hohe Anforderungen an die Qualität der Bauteile, was sich auf den gesamten Produktentstehungsprozess auswirkt. Die AWB Anlagen- und Werkzeugbau hat mit der Einführung eines digitalen Werkzeuglagers bereits erste Schritte in Richtung Prozessdigitalisierung unternommen. Im sechsmonatigen Umsetzungsprojekt mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Darmstadt  soll nun das Datenmanagement der AWB Aviation verbessert werden. Dieser Aufgabe widmen sich Experten aus PTW, DIK und IAD gemeinsam mit den Mitarbeitern der AWB Aviation.

Aufgrund  der kundenindividuellen Fertigung ist jedes Produkt der AWB Aviation mit einer hohen Informationsdichte versehen. Diese Informationen müssen erfasst, verarbeitet und den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt werden – ein Prozess, der zurzeit überwiegend in Papierform stattfindet und dadurch nur träge auf Veränderungen reagiert. Ziel des Umsetzungsprojekts ist daher, für die Teilbereiche Produktion und Qualitätssicherung ein effizientes Datenmanagement und eine passende, mitarbeiterorientierte Datendarstellung einzuführen.  Dazu soll ein Prozess entwickelt werden, der die anfallenden Daten nach Relevanz strukturiert, über ein Datennetzwerk abspeichert und an einem digitalen Endgerät benutzerzentriert abgerufen werden kann. 

Innerhalb einer Analysephase wird mithilfe der „Wertstromanalyse 4.0“ zunächst das aktuelle Informationsangebot aufgenommen, Verschwendungen werden identifiziert und ein eindeutiges Verständnis der gemeinsamen Arbeitsaufgabe geschaffen. Diese Analyseergebnisse werden dann durch zusätzliche Interviews mit den entsprechenden Mitarbeitern angereichert sowie durch eine systematische Analyse der aktuell zur Durchführung von Tätigkeiten eingesetzten Dokumente. Anschließend werden die verschiedenen Tätigkeiten in Teilaufgaben zerlegt, wodurch jeweils Zielzustände für ein optimales Informationsangebot entwickelt werden können. Durch einen Abgleich dieser Zielzustände mit dem aktuellen Informationsangebot werden Informationsbedarfe ermittelt und priorisiert, die zur Erarbeitung anschließender Maßnahmen herangezogen werden.

Am Ende des Umsetzungsprojekts soll ein kompletter digitaler Prozess stehen, der auf alle weiteren Bereiche der Produktentstehung in der AWB Anlagen- und Werkzeugbau übertragbar ist. Basierend auf dieser Grundlage kann das Unternehmen dann eigenständig weitere Digitalisierungsschritte einleiten.

360°-Ansicht der Produktionshalle AWB Anlagen- und Werkzeugbau

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