30. April 2019
Autor: Christian Kubik
Tags: Effizienz

Digitale Auftragsverfolgung I

Umsetzungsprojekt mit der LS-Mechanik GmbH

Gebäudekomplex LS-Mechanik GmbH

Die LS-Mechanik GmbH in Alsfeld ist ein mittelständisches Unternehmen mit etwa 30 Beschäftigten und verfügt über ein umfassendes Leistungsspektrum im Bau von Kaltumformwerkzeugen. Dabei zählt die Fertigung von Einzelteilen und Kleinserien bis hin zu kompletten Werkzeugsätzen zur Kernkompetenz des Unternehmens. Darüber hinaus bietet die LS-Mechanik GmbH Lohnfertigung im Bereich Draht- und Senkerodieren an und entwickelt Sondermaschinen – von der Konstruktion bis hin zur Inbetriebnahme. Zudem ist das Unternehmen im Bereich Engineering tätig und beteiligt sich an Entwicklungsprojekten in Zusammenarbeit mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Umformbranche.

In vielen kleineren und mittleren produzierenden Betrieben ist die Auftragsverfolgung – oftmals aufgrund von Personalmangel oder ungeeigneten Rückverfolgungslösungen – noch lückenhaft. Dort erfolgt die Auftragsverfolgung meist manuell oder höchstens teilautomatisiert. Insbesondere bei geringen Losgrößen, das heißt Einzelteil- oder Kleinserienfertigung, lohnt sich eine automatisierte Auftragsverfolgung mit konventionellen Mitteln bisweilen nicht.

Damit bietet sich gerade der Bereich der Auftragsverfolgung als Anwendung für Industrie 4.0-Komponenten an: Detaillierte Informationen zu den Produktionsabläufen und eine Analyse des Materialflusses im Unternehmen bergen ein enormes Potenzial, um Durchlaufzeiten zu verringern. In einem mehrmonatigen Projekt begleiteten die Experten des Kompetenzzentrums das interne Projektteam der LS-Mechanik GmbH. Ziel war es, durch die Erfassung, systematische Speicherung und Verarbeitung auftragsbezogener Daten der mechanischen Fertigung ein System zur Auftragsverfolgung und deren Analyse zu etablieren. Die erfassten auftrags-, zeit- und ortsbezogenen Daten bilden dann die Basis, um einerseits die Produktion zu digitalisieren und andererseits Strategien zur kontinuierlichen Optimierung von Produktionsabläufen zu ermöglichen.

Dazu war zunächst die Entwicklung der sogenannten „UniBox“ notwendig, die auftrags-, orts- und zeitabhängige Daten im „rauen“ Produktionsumfeld der LS-Mechanik GmbH erfassen kann. Bereits in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass für die automatisierte Erfassung in einem solchen Umfeld auf der Radio-Frequency-Identification (RFID) Technologie basierende Geräte besser geeignet sind als alternative Datenerfassungstechnologien.

LS-Mechanik_Grafik.jpg

Entwicklung der "UniBox"

Für die Auftragsdatenerfassung der LS-Mechanik GmbH musste dazu zum einen die Hardware für eine RFID-basierte Erfassung entwickelt werden. Zum anderen war auch die Entwicklung neuer und die Anpassung bestehender Softwarekomponenten zur automatisierten Datenverarbeitung notwendig. Die entwickelte Hard- und Software sollte dann anschließend in einer Testphase im Produktionsumfeld validiert werden, um die optimalen Speicherzyklen und -strategien zu ermitteln.

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